Holzhaus

Ein Holzhaus ist – wie der Name schon sagt – ein Haus, das zum größten Teil aus Holz gefertigt wird. Es werden mehrere Bauformen eines Holzhauses unterschieden: Blockbauweise, Holzständerbauweise und Holztafelbauweise. In Skandinavien sind sogenannte Schwedenhäuser auch heute noch sehr beliebt. Sie weisen meist eine Holzbauweise auf, sind aber vor allem für ihre Holzvertäfelungen bekannt.

Das Holzhaus in der Blockbauweise

Man nimmt an, dass die Vorläufer der Blockhäuser kleine Aufbauten aus Baumstämmen waren, die als Windschutz um Feuerstellen errichtet wurden. Vor etwa 4000 Jahren wurden die ersten Blockhäuser in bewaldeten Landgebieten Skandinaviens gebaut. In Deutschland sind die ersten Blockhütten in der späten Bronzezeit, etwa 1100 – 750 vor Christus, entstanden.

Natur pur: Ein Holzhaus am See

Natur pur: Ein Holzhaus am See

Beim Bau eines Holzhauses in Blockbauweise werden einzelne Balken oder Stämme in Schichten übereinander gelegt und an den Eckpunkten verbunden. Zur Fixierung werden Holzdübel verwendet. Bei den Eckverbindungen unterscheidet man folgende Techniken: Sattelkerbenbauart, Überblattung, Schwalbenschwanzverbindungen (Verzinkung) oder schwedischer Enkelkattsknut. In modernen Holzhäusern verzichtet man auf die überlappende Verbindung, um Undichtigkeiten zu vermeiden.

Das Holzhaus in der Blockbauweise zeichnet sich durch eine hervorragende Raumakustik aus und besitzt eine nahezu perfekte Schalldämmung gegenüber Außengeräuschen. Des Weiteren schützt die doppelwandige Wandkonstruktion optimal vor Wärmeverlust.

Das Holzhaus in der Holzständerbauweise

Als eine Fachwerkbauform bekannt, bilden bei dieser Holzhausbauweise Holzständer das tragende System und gleichzeitig die Seitenwände eines Gebäudes. Entwickelt wurde diese Methode im 13. Jahrhundert aus der Pfostenbauweise und ermöglichte im Mittelalter aufgrund der Stabilität den Bau mehrstöckiger Gebäude. Während die Bauform in Mitteleuropa mit der Industrialisierung zurückging, wurde sie in Nordamerika übernommen und angepasst. So entwickelten die US Amerikaner den “balloon frame”, eine Holzständerbauweise, die bis heute noch für den Häuserbau angewendet wird.

Das Holzhaus in der Holztafelbauweise

Die Holztafeln sind flächige, selbsttragende Kontruktionen, die heutzutage zum Bau von Fertighäusern eingesetzt werden. Sie werden im Werk einseitig vormontiert, dann auf der Baustelle mit Dämmmaterial befüllt und mit der zweiten Beplankung versehen. Durch die werkseitige Vorfertigung ist die Gebäudehülle nach dem Aufbau sofort dicht, weshalb diese Methode zu der trockenen Bauweise zählt und besonders beliebt ist.

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